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Warum schwanken die Messwerte für Netz-/Schleifenimpedanz an Generatoren so stark?

(FAQ Nr. PG129) 21 Januar 2026 - 12:37 | PROFITEST MF | Generator, Messwerte, Netzspannung, Sicherungswechsel, Spannungsfall
Das Messverfahren funktioniert grundsätzlich so:
1. Die Spannung wird ohne Last gemessen.
2. Das “Netz” wird mit einem Prüfstrom belastet. Beim Profitest werden quasi 3-4 Ampere “verheizt”. Währenddessen wird die Spannung nochmal gemessen.
3. Durch die Belastung entsteht ein Spannungsfall ΔU. Über die Formel R = ΔU / I wird die Impedanz berechnet, daraus wiederum der Kurzschluss-Strom.

Wo entsteht nun ein Problem im Zusammenhang mit Generatoren?
Ein Generator ist kein Stromnetz mit festem Transformator, sondern hat einen Spannungsregler.
Unter Last wird die Spannung also ausgeregelt. Das macht die Messung von Netzimpedanz und Schleifenimpedanz an allen geregelten Spannungsquellen (auch USB-Anlagen oder Fahrzeug-Wechselrichter) quasi grundsätzlich aussagelos - selbst wenn manchmal halbwegs korrekt aussehende Messwerte auf dem Display erscheinen.
Je nach “Schwungmasse” oder Geschwindigkeit der Regelung können die Messwerte auch extrem schwanken.

Beispiel: Bei einem 4 kVA Generator können dadurch Messwerte für den Kurzschlussstrom zwischen 30 A und 1500 A angezeigt werden – allein durch wiederholtes Starten der Messung.

Obiges betrifft alle Messgeräte - unabhängig von Typ, Preis oder Marke.
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